Juggern

Jugendtag in Kappel

Ein Rendez-Vouz mit mir, Anderen und Gott

Vormittag

Ankommen und was lernen

Zwanzig Jugendliche kamen am Samstag, den 25. Juni, in Kappel zusammen, um gemeinsam einen schönen Tag zu erleben. Merkte man beim Ankommen am Morgen die anfängliche Zurückhaltung der Teilnehmer, so war am Abend davon nichts mehr zu spüren. Der Tag hatte seine erfolgreichen Spuren hinterlassen.

Doch der Reihe nach: so ging es nach der Anmeldung mit einem gemeinsamen Start in den Tag los. Mit zwei gemeinsamen Liedern und einem kurzen Anspiel der Pfarrer zum Thema "Rendez-Vouz" startete unser gemeinsames Rendez-Vouz. Es ging je nach Interesse in die verschiedenen Workshops los. So fanden sich nach anfänglichem Zögern eine illustre Runde von Mädels, die zu den Seiten griffen und ihre ersten Akkorde auf der Gitarre lernten. Andere wiederum fanden viel Spaß beim Herstellen eines Salates im Kochworkshop. Eine weitere Gruppe bildete sich im Fotografieren mit der Spiegelreflex weiter und übten im weiteren Verlauf des Tages ausgiebig mit den Kameras (Ihnen sind auch die meisten Fotos in der Galerie zu verdanken.) Dann gab es noch die Jungs mit Sehnsucht nach Action, die ganz heiß darauf waren sich die Pompfen schnappen und drauf los zu juggern. Waren es am Anfang des Tages nur eine Hand voll Jungs, so waren am Ende des Tages doch alle mal beim Juggern dabei gewesen.

Mittag

Jeder braucht mal eine Pause

Nach so viel Fleiß und Einsatz wurde es Zeit für eine Stärkung mit selbst gemachtem Salat, Steaks, Würstchen und Grillkäse. Da das Wetter sich von der besten Seite zeigte, wurde auch die Pause genutzt, um zu Juggern, Beachvolleyball zu spielen und weiter zu fotografieren.

Nachmittags

Ab in den Wald

Um der Mittagshitze zu entfliehen ging's in den Wald. STRATEGO - zwei Teams, ein Ziel: die gegnerische Fahne zu finden und zu fangen. Und so sah man zwischen den Bäumen gespannt herumlaufende Leute - so lange sie nicht im Gefängnis saßen oder vor selbigem Katzenwache hielten. Wie sich nach der ersten Runde herausstellte, hat man als Fahne zwar einen tollen Ausblick vom Jägersitz und kann das Treiben im Wald aus bester Lage beobachten. Allerdings kann man auch nicht fliehen. Und in der zweiten Runde musste die Fahne lernen, dass man sich auch nicht von kleinen Verletzungen anderer Mitspieler ablenken lassen sollte. Naja, aus Erfahrung wird man klüger.

Am Abend

Mit Gottes Segen

Mit Jugendband, reichlichem Besuch von außen und einem Eichhörnchen ging es mit einem Jugendgottesdienst weiter. Anlass der erwachsenen Besucher des Jugendtags war die offizielle Einführung des Dekanatsjugendreferenten Michael Stünn. Die Jugendband sorgte mit ihren modernen und einstimmenden Liedern für einen schönen und abwechslungsreichen Gottesdienst. Dekanin Sachs übernahm den offiziellen Part und teilte zusammen mit Peter Völkel, dem Leiter des Mitarbeiterkreises, den Segen für Michael Stünn aus.

In der anschließenden Predigt vom frisch Gesegneten ging es um ein Rendez-Vouz der besonderen Art - zwischen dem Propheten Elia und dem Herrscher über die Naturgewalten höchstpersönlich. Als Kluger können wir aus den Erfahrungen Elias mit Gott lernen. Zum Einen dass wir nicht die Ehrfurcht vor Gottes Macht verlieren dürfen. Zum Anderen, dass Gott uns lehrt, wie wir zur Ruhe und zur Offenheit für Ihn finden können, wie z.B. durch die Begegnung mit einem Eichhörnchen.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch eine kleine Weile, bevor wir ganz real Gottes Naturgewalt erleben konnten. So konnte man dem Konzert der Jugendband lauschen, dabei sich einen Trink an der Mocktailbar mixen lassen, noch 'ne Runde Zombie-Jugger spielen, oder sich einfach unterhalten, bevor die dunkelgrau Wetterfront auf das Gelände des Jugendheims zuraste. Aber ein Positives hatte das abrupte Ende auch: noch nie war wohl so schnell aufgeräumt und abgebaut worden.

Vielen Dank an alle fleißigen Hände die aufgeräumt und abgebaut, aber vor allem generell dabei geholfen haben, dass es so ein schöner Jugendtag wurde. Und ein großes Dankeschön an dich, Vater, dass das Wetter über den Tag hinweg genau gepasst hat. Halleluja.

Veröffentlicht am 14. Juli 2016